BER: Großdemonstration gegen den Fluglärm und die unabsehbaren Folgen für die Betroffenen am 21. Januar 2012

Info – Büro Fluglärm e.V. kritisiert versuchte Verhinderung der Publikation des aktuellen Lärmgutachtens des Umweltbundesamts

[Berliner Partner, 12.01.2012] Zu dem Streit um die Veröffentlichung eines aktuellen Lärmgutachtens des Umweltbundesamtes (UBA), in dem der Standort Schönefeld des neuen Flughafens BER kritisiert wird, nimmt das Info – Büro Fluglärm e.V. empört Stellung:
Im Gutachten seien Tatsachen, die der Politik und der Luftfahrtlobby „nicht in den Kram“ passten. Es werde massiv versucht zu verhindern, dass für den Flughafen und deren Besitzer (Bund und Länder) unbequeme Tatsachen und Forderungen vom Amts wegen die Öffentlichkeit beunruhigten. Es werde kaltschnäuzig im Interview behauptet, das gehe das UBA alles nichts an…
Werner Gerhardt betont für das Info – Büro Fluglärm e.V., dass dort ein Flughafen „ohne Sinn und Verstand“ viel zu nah an der Metropole Berlin gebaut werde, obwohl jeder hätte wissen müssen, dass es nicht gut gehen könne; da werde getrickst, gelogen und verheimlicht – und der Bürger reibe sich, nach Bekanntwerden der Wahrheit, die Augen. Alles was ans Licht komme, werde immer nach bewährter „Salamitaktik“ freigegeben. Nun gebe es einen neuen Höhepunkt – das UBA habe ein neues Lärmgutachten erstellt und wolle es der Öffentlichkeit vorstellen. Dem UBA habe man einen „Maulkorb“ umhängen wollen, und damit meine man das Thema im Griff zu haben – dem sei aber nicht so, betont Gerhardt. Es sei „vorsätzliche Körperverletzung“, diesen Flughafen an diesem Standort in Betrieb zu nehmen, stellt er die Position des Berliner Info – Büro Fluglärm e.V. nachdrücklich fest.

Abbildung: Info – Büro Fluglärm e.V., Berlin

Abbildung: Info – Büro Fluglärm e.V., Berlin

Schönefeld als BER-Standort heftig unstritten.

Nach dessen Angaben startet am 21. Januar 2012 die erste Großdemonstration gegen den Fluglärm und die unabsehbaren Folgen für die Betroffenen. Deren Schwerpunkt sei angesichts der neuesten Ereignisse klar, sagt Gerhardt. Es gelte unmissverständlich klar zu machen, dass mit dem Leben und der Gesundheit breiter Bevölkerungsschichten nicht in der arroganten Art und Weise umgegangen werden könne, wie sie sich jetzt aktuell darstelle.

Weitere Informationen zum Thema:

UmweltBundesAmt
Lärmfachliche Bewertung der Flugrouten für den Verkehrsflughafen Berlin Brandenburg (BER) für die Benehmensbeteiligung nach § 32 Luftverkehrsgesetz

Info – Büro Fluglärm e.V.
BER – Schönefeld ist der falsche Standort

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