Um 19 Uhr in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
[Berliner Partner, 04.02.2012] Am 23. Februar 2012 um 19 Uhr findet in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80 in 12277 Berlin, der Vortrags- und Diskussionsabend „Das Notaufnahmelager Marienfelde und die westlichen Nachrichtendienste“ statt. Die Erinnerungsstätte veranstaltet 2012 die mehrteilige Reihe „Streng geheim: Marienfelde und die Nachrichtendienste“. Den Auftakt bildet nun ein Vortrag des Geheimdienstexperten Erich Schmidt-Eenboom:
Schmidt-Eenboom gibt einen Überblick über die Tätigkeit westlicher Nachrichtendienste im Notaufnahmelager Marienfelde – ein bisher wenig erforschtes Feld. Über eine Million DDR-Flüchtlinge durchliefen das Lager im Kalten Krieg. Sie mussten sich einem Überprüfungsverfahren unterziehen, in dem sie früh mit westalliierten und bundesdeutschen Nachrichtendiensten in Berührung kamen. Diese wollten nicht nur die Einschleusung von Spionen verhindern. Ein Schwerpunkt des Vortrages liegt auf der Bedeutung des Befragungswesens für die Informationsgewinnung der Dienste. Er fragt nach dessen Erträgen auf den Feldern Militär- und Wirtschaftsaufklärung und widmet sich dem nachrichtendienstlich tätigen Personal.
Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen zum Thema:
ERINNERUNGSSTÄTTE NOTAUFNAHMELAGER MARIENFELDE
Das Notaufnahmelager Marienfelde und die westlichen Nachrichtendienste
