Die Revolution im Dienste der Poesie: Ausstellungs-Experiment im Kreuzberger Senatsreservenspeicher sowie im Berliner Stadtraum

Fernando Sánchez Castillo, Democracia und Santiago Sierra als drei der bedeutendsten kritischen Künstler Spaniens in Berlin-Kreuzberg

[Berliner Partner, 21.08.2011] Die Ausstellung „Die Revolution im Dienste der Poesie“ ist der Gegenentwurf zum Programm des international etablierten und statischen „Berliner Kunstherbstes“. Sie bringt mit Fernando Sánchez Castillo, Democracia und Santiago Sierra drei der bedeutendsten kritischen Künstler Spaniens nach Berlin-Kreuzberg:
Jenseits der „Kunsttrampelpfade“ werden ab dem 8. September 2011 im Kreuzberger „Senatsreservenspeicher“ sowie im Berliner Stadtraum Werke von drei der engagiertesten Künstler Spaniens gezeigt, aber auch neu entstehen. Bekannt für ihre kritischen Werke, die kompromisslos Missstände unserer Zeit sichtbar machen, beleuchten die drei Positionen erstmals gemeinsam das Spannungsfeld von Revolution und Ästhetik. In ihrer Reflexion von gesellschaftlicher Transformation, medialer Revolutionsästhetik sowie dem Verhältnis von Macht, Kunst und Wirtschaft widmet sich die Ausstellung einem Thema, das aktueller nicht sein könnte, wie schon ein flüchtiger Blick in die Tagespresse zeigt.

Abbildung: Courtesy Galeria Juana Aizpuru

Abbildung: Courtesy Galeria Juana Aizpuru

Fernando Sánchez Castillo: Stillleben, 2008

„Die Revolution im Dienste der Poesie“ soll mit existierenden Arbeiten zunächst einen Einblick in das Oeuvre der Akteure geben, aber darüber hinaus vor allem neue und eigens für die Ausstellung geschaffene Werke zeigen. Neben den gezeigten Fotografien, Skulpturen und Videoarbeiten sind es vor allem Installationen und Aktionen, die als neue und situationsspezifische Arbeiten entstehen oder existierende Werke weiterführen werden. Im Laufe der Ausstellung wollen die Künstler auf ihr Umfeld eingehen, den Kunstraum und ihren Aktionsradius auf den Stadtraum ausweiten, die öffentliche Kommunikation und Zugänglichkeit suchen. Einige der Werke und Aktionen sollen deshalb direkt in den öffentlichen Raum, in das Alltagsleben und die soziale Sphäre eingreifen – sie näherten sich einer „Handlung gewordenen Poesie“ an.
Sie verstehen das Projekt weniger als Ausstellung mit statischen Kunstmarktprodukten, sondern eher als ein sich entwickelndes Experiment mit offenem Ausgang, das in Alltag und Kommunikation eingreifen könne, so die Kuratoren Ulf Saupe und Lutz Henke. „Die Revolution im Dienste der Poesie“ sei in ihrer nicht-kommerziellen, dynamischen und kritischen Konzeption einerseits ein Gegenpol zur Welt der Galerien und Kunstmessen. Andererseits könne auch Kunst außerhalb des Systems nicht überleben – sie sei Teil der Kommunikation und Verhandlung von Machtverhältnissen.

Weitere Informationen zum Thema:

SENATSRESERVENSPEICHER (SRS) BERLIN / ARTITUDE E. V.
DIE REVOLUTION IM DIENSTE DER POESIE / FERNANDO SANCHEZ CASTILLO /
DEMOCRACIA SANTIAGO SIERRA

ARTITUDE
KUNSTVEREIN

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