Haus- und Quartiersgeschichte in Berlin-Charlottenburg
[Berliner Partner, 08.06.2012] Am 12. Juni 2012 um 19 Uhr findet die Buchvorstellung „Ein Stück Stadt ergründen. Haus- und Quartiergeschichte in Berlin-Charlottenburg“ im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim, Schloßstraße 55 in 14049 Berlin, statt. Der Eintritt ist frei.
Am Beispiel der gut 100-jährigen Geschichte des Hauses Roscherstraße 5 und seiner Bewohner verfolgt die Autorin die Entwicklung des Stadtraums nördlich des Lehniner Platzes. Dargestellt wird die rasante Verstädterung im sogenannten „Neuen Westen“ mit dem zeittypischen Spekulationsverlauf in der anfänglichen Bebauung der Straße. Anhand der Wohnbiographien der jüdischen Familien Davidson, Wollsteiner und Grünthal wird die Ausgrenzung, Entrechtung und physische Vernichtung jüdischen Lebens durch die Nationalsozialisten beschrieben. Die Darstellung schließt mit der Schilderung der Stationen von Instandsetzung, Modernisierung und Umwandlung von Wohnungseigentum von der Nachkriegszeit an bis in die aktuelle Gegenwart und stellt Pläne zur Neugestaltung des lange Jahre stiefmütterlich behandelten Lehniner Platzes vor.
Dr.-Ing. Heidede Becker, Stadtplanerin, war langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin. Sie ist Mitglied der deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.
Ein Stück Stadt erkunden. Haus- und Quartiersgeschichte in Berlin-Charlottenburg
Dr. Heidede Becker
filum rubrum verlag. Nauen bei Berlin 2012. ISBN 978-3-9406778-02-7, 168 Seiten, 190 Abbildungen, 18,90 Euro.
