Last call TXL: Ausstellung zur Geschichte eines Flughafens und seiner Nachbarschaft

Vom 1. Juni 2012 bis 31. Januar 2013 im Heimatmuseum Reinickendorf

[Berliner Partner, 22.05.2012] Das Heimatmuseum Reinickendorf zeigt anlässlich der geplanten Schließung des Flughafens Berlin-Tegel (TXL) die Ausstellung „Last call TXL, Geschichte eine eines Flughafens, Geschichte einer Nachbarschaft“ vom 1. Juni 2012 bis 31. Januar 2013.
Die Reinickendorfer Bevölkerung habe die Präsenz des Tegeler Flughafens Tag für Tag hautnah erlebt. Trotz Fluglärms und geringer Flughöhe habe der Flughafen zum gewohnten Lebensumfeld gezählt. Aus diesem Grund löse die geplante Schließung auch Abschiedsgefühle aus. Die Ausstellung des Heimatmuseums Reinickendorf sei ein wichtiger Beitrag von Seiten des Bezirks, diesen über Jahrzehnte wichtigen Ort entsprechend zu würdigen, so die Bezirksstadträtin für Schule, Bildung und Kultur, Katrin Schultze-Berndt (CDU) zur Ausstellung „Last call TXL“.
Mit der Schließung des Flughafens Berlin-Tegel wird eine Ära zu Ende gehen – über 60 Jahre lang prägten startende und landende Flugzeuge die Nachbarschaft in Reinickendorf und Umgebung. Seit dem Beginn der Nutzung für die Zivilluftfahrt in den 1960er-Jahren und spätestens mit der Eröffnung des neuen Terminals in Tegel-Süd 1974 wurde der Flughafen für viele Menschen Arbeitsort und für die stetig wachsende Zahl von Flugreisenden das Tor zur Welt. Wehmut und Erleichterung begleiten den Abschied von TXL – so der Flughafencode der IATA für Berlin-Tegel.
Die Geschichte des letzten innerstädtischen Flughafens von Berlin begann 1948 während der Zeit der Berliner Luftbrücke. Der Flugplatz wurde in innerhalb eines Jahres gebaut, da dieser für die Versorgung der Stadt dringend benötigt wurde. Seine Vorläufer reichen jedoch bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück. 1828 errichtet das preußische Militär in der ehemaligen Jungfernheide einen Artillerie-Schießplatz und reserviert damit das Gelände für spätere Nutzungen. In der Folge wurde dort ein Luftschiffer-Bataillon stationiert. Ballons und Zeppeline fanden dort ideale Voraussetzungen für Start und Landungen. Kurzzeitig erfolgte auf dem Areal die Herstellung von Wright-Flugmaschinen. Unter der Leitung von Rudolf Nebel wurde 1930 ein Raketenflugplatz für die Entwicklung und Erprobung von Flüssigkeitsraketen eröffnet.
Die Ausstellung „Last call TXL“ zeigt die facettenreiche Geschichte des Flughafens von den Anfängen bis zur Gegenwart. Sie beleuchtet die Wirkung des Flughafens auf die Nachbarschaft anhand von Fotos von „Überfliegern“. Neben den Exponaten und Fotos sind in der Ausstellung Filme zu sehen und werden Interviews mit Zeitzeugen präsentiert.

„Last call TXL“
Ausstellung im Heimatmuseum Reinickendorf
Alt-Hermsdorf 35 in 13467 Berlin
Vernissage: 31. Mai 2012, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 1. Juni 2012 bis 31. Januar 2013
Öffnungszeiten: montags von 9 bis 13.30 Uhr, dienstags bis freitags und sonntags von 9 bis 18 Uhr

Weitere Informationen zum Thema:

HEIMATMUSEUM REINICKENDORF
Jahresausstellung Last call TXL

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