Wohl zum ersten Mal Produktgestaltung in der DDR als Thema einer Ausstellungin einem westlichen Bezirk Berlins
[Berliner Partner, 29.05.2012] Am 1. Juni 2012 um 19 Uhr eröffnet Kulturstadtrat Klaus-Dieter Gröhler in der Kommunalen Galerie in Charlottenburg-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 176 in 10713 Berlin, die Ausstellung „Schönheit des Kollektiven“ – Produktgestaltung in der DDR.
Die Ausstellung ist bis zum 31. August 2012 im Rahmen der Öffnungszeiten der Kommunalen Galerie, dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs von 10 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr, zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
Wohl zum ersten Mal in einem westlichen Bezirk Berlins sei Produktgestaltung in der DDR Thema einer Ausstellung. Gezeigt würden rund 50 Dinge des Alltags – vom Spielzeug über Stapelgeschirr bis zu Werkzeug für Haus und Garten, erläutert Klaus-Dieter Gröhler. Anhand von Begriffen aus dem Repertoire des Gestaltens und des Gebrauchs, wie „abstrakt“, „System“ oder „sinnlich-emotional“, zeigen die Gastkuratoren des Vereins form:ddr die Qualitäten der Produkte aus dem Osten – diese sind oftmals verblüffend einfach gestaltet, variabel im Einsatz und zeichnen sich durch Langlebigkeit aus. Statt mit vordergründigen Effekten oder modischer Extravaganz zu prahlen, sprechen sie den Nutzer durch ihre natürliche Schönheit und Eleganz an – Ansätze, die auch für die Gestaltung von morgen wieder relevant werden könnten.
Zur Ausstellung bietet die Kommunale Galerie Berlin ein umfangreiches Begleitprogramm an. Dazu gehören neben Führungen der Kuratoren und zusätzliche Führungen für Sehbehinderte, eine Exkursion in die „Neue Stadt“ Eisenhüttenstadt, sowie eine mehrteilige Matinee im Kino am Bundesplatz, Bundesplatz 14 in 10715 Berlin, mit Spiel- und Dokumentarfilmen aus der DDR. Damit werden, ergänzend zur Produktkultur der DDR, Einblicke in die städtische Baukultur und die gelebte Realität in der DDR möglich.
